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Info
Von den erweiterten Fünfklängen sind die Nonen- und die Tredezimakkorde am häufigsten. Während im Jazz eine Vielzahl solcher Fünf-, Sechs- und Sieben-Klänge existieren, beschränken wir uns hier auf das Allerwichtigste. Bei der None handelt es sich im Grunde um die Sekunde, bei der Tredezim um die Sexte zum Akkordgrundton. Da wir aber Akkorde in Terzenschichtung begreifen, werden diese fünften Töne als Erweiterung der Terzenschichtung verstanden, also 1-3-5-7-9 und 1-3-5-7-(9)-(11)-13. Beim Nonen- und Tredezimakkord wird vorausgesetzt, dass eine Akkord-Septim vorhanden ist. Andererseits wird gerne auf die Akkord-Quinte verzichtet, um den Klang nicht zu überlasten.
Der Unterschied zwischen kleinen und großen Nonen- bzw. Tredezimakkorden ist einfach zu hören: Kleine Nonen und Tredezimen führen zu einer moll-Tonika, große Nonen und Tredezimen zu einer Dur-Tonika - dadurch entsteht ein deutlich hörbarer Dur-moll-Kontrast. Unterscheide Nonen und Tredezimen voneinander, indem du die None als Vorhalt zum Grundton (9-8), die Tredezim als Vorhalt zum Quint-Ton (6-5) vorstellst.